Neulich habe ich so viel über Ängste herumgejammert, da wollte ich heute mal ein Gegengewicht setzen. Heute geht es mir nämlich wieder prächtig. Nein, eigentlich ging es mir besonders gestern abend wunderprächtig, und heute zehre ich noch ein wenig davon. Was war passiert?

Nun, Mittwochs treffe ich mich zur Zeit immer für anderthalb Stunden mit einem guten Freund und künftigen Kooperationspartner in Sachen Marketing-Beratung. Ich glaube, wir werden uns ganz gut ergänzen und können den Unternehmen, die uns dann hoffentlich zahlreich buchen, einen großen Nutzen bringen. Aber das nur am Rande. Gestern also kam das Gespräch aus irgendeinem Grund, ich weiß gar nicht mehr wie, auf meine Coaching-Ausbildung. Ach ja, ich glaube, wir sprachen darüber, dass der kommende Mittwochstermin ausfallen wird, weil ich dann den nächsten Ausbildungsblock habe. Und in diesem Block werde ich mein Live-Coaching absolvieren, das Teil der Ausbildung ist: Eine mir fremde Person kommt mit ihrem Anliegen, und ich werde sie vor der Gruppe und den Ausbildern coachen.

Darüber sprachen wir also, und irgendwie ergab es sich, dass ich anfing, über den guten Grund zu reden. Dass jedes Verhalten, das wir zeigen, einen guten Grund hat. Dass irgendein Teil in uns einen Vorteil davon hat, sich so und nicht anders zu verhalten, selbst wenn unser Verstand sagt, dass das Verhalten doch blöde ist. Selbst wenn das Verhalten sogar tatsächlich blöde ist, objektiv betrachtet. Mein Gegenüber wollte das zunächst mal nicht glauben und kam spontan mit einem typischen Verhalten, an dem er nun wirklich nichts Gutes finden konnte. Und schwupps waren wir mitten drin im Coaching.

Ich merke in solchen Situationen inzwischen, wie ich tatsächlich in einen anderen Modus wechsle, in eine andere Rolle. Als Coach hört man anders zu, stellt andere Fragen und ist auf ganz andere Weise präsent als in einem x-beliebigen Gespräch. Normalerweise wechsle ich nicht ungefragt in den Coach-Modus, denn Coaching ohne Auftrag ist Pfuibäh. Aber in diesem Fall war es ok.

Und tatsächlich dauerte es keine zehn Minuten bis mein Spontan-Coachee dasaß und in seinem Kopf die Dominosteine klackern hörte. Plötzlich passte eins zum anderen, er erkannte ein Grundmuster in seinem Verhalten und wofür es gut ist, und ein Beispiel nach dem anderen fiel ihm dazu ein. Dinge, die er vorher nie in einen Zusammenhang gebracht hatte.

Mir ging es dabei ganz wunderbar. Obwohl ich “arbeitete”, fühlte es sich nicht nach Arbeit an. Ich konnte sehr bewusst beim Prozess bleiben, ließ mich nicht zu sehr ins Thema ziehen, und überhaupt: es war einfach toll.

Hinterher meinte er, dass ich mit der Ausbildung und dem Coaching wohl so ein bisschen “mein Ding” gefunden habe. Ja. Das stimmt. Vielleicht sehe ich es rückblickend mit 70 anders, aber heute denke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Ach ja, und noch eins: Im April 2010 werde ich mit der Ausbildung fertig sein. Bis dahin bin ich glücklich über jede Möglichkeit, zu üben. Kostenlos für Dich, erfahrungsbringend für mich, und im besten Fall bringt es Dich ein Stück weiter. Wenn Du daran Interesse hast, sprich mich bitte an: ggg (ätt) datensphaere (dott) de.

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