Wie die Zeit vergeht… heieiei. Geht Dir das auch so, dass Du das Gefühl hast, die Zeit vergeht immer schneller, je älter Du wirst?

Mir zumindest kommt es manchmal so vor. Und momentan geht hier beruflich derartig die Luzie ab, dass ich für Halbprivates wie die Bloggerei kaum noch Zeit habe.

Halt Stopp. Ich habe die Zeit natürlich schon. Jeden Tag gleich viel. Ich nehme sie mir nur nicht, sondern verwende sie für anderes. Aber ich habe zwei tollen Menschen jeweils eine Buchbesprechung versprochen, und nachdem ich es jetzt endlich geschafft habe, die Bücher auch zu lesen, wird’s Zeit für die Besprechung. Zumindest mal für die erste, die zweite folgt dann schnellstmöglich.

Ein Klang der Seelen – Ein Gedankenspiel mit Schöpferkraft

Ich persönlich glaube ja nicht an Zufälle, also hatte es wohl seinen Grund, dass ich vor einiger Zeit bei Xing über das Profil der Autorin gestolpert bin. Das Buch kam jedenfalls genau zur rechten Zeit auf meinen Nachttisch.

Kennst du das Gesetz der Anziehung? Derzeit sind die Bücherregale in den Läden ja voll mit entsprechenden Titeln, und das nicht mehr nur in der Esoterik-Ecke. Ich will dazu jetzt keine Romane schreiben; wenn Du dich damit schon beschäftigt hast, dann weißt du ja, worum es geht. Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit!

Das Buch ist irgendwie auch ein Roman. Die Geschichte einer Frau Anfang fünfzig, die ihr altes Leben hinter sich lässt und sich kopfüber in ihren Lebenstraum stürzt: Eine Begegnungsstätte mit Tieren und für Menschen. Diese Geschichte ist aber noch mehr, sie ist der Traum der Autorin selbst. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Traum sich irgendwann verwirklichen wird, und die Begegnungsstätte “Victorias Welt” wird dem ziemlich ähnlich sein, was im Buch beschrieben ist. Wenn es soweit ist, würde ich gern eine Übernachtung im Engelzimmer buchen!

Zu Anfang fiel es mir schwer, mich auf das Buch einzulassen. Ich bin ein bisschen pingelig, was Sprache angeht, ich mag nicht gern Bücher lesen, die sprachlich sperrig sind. Und sprachlich sperrig ist es schon. Aber im Nachhinein betrachtet war das ganz gut so – wäre es sprachlich glatt geschliffen, ich wäre in einem Rutsch durchgesaust und hätte weniger darüber nachgedacht. So aber wurde ich immer mal wieder aus meinem Lesefluss geworfen und hatte die Gelegenheit, das Geschriebene mit meinen eigenen Ideen und Visionen abzugleichen. Was eine schöne Sache ist, denn meinen eigenen Traum von einem Seminarhaus, der immer mal wieder hochkommt, hatte ich gerade mal wieder hintenangestellt. Und jetzt ist er wieder voll da, was ich nicht zuletzt der Auseinandersetzung mit dem Buch verdanke.

Hm.

Ich glaube, eine Buchrezension müsste anders aussehen. Müsste sie? Ich weiß nicht. Mir hat das Buch jedenfalls sehr viel gegeben, es hat mich dazu bewegt, meine ganz großen Träume mal wieder aus der Mottenkiste zu holen, abzustauben und auf Hochglanz zu polieren, und mich nicht mit den kleinen zufriedenzugeben.

Wenn Du das Buch selbst lesen möchtest, dann kannst du es übrigens auch bei der Autorin selbst bestellen. Und zu ihrem Traum, der Begegnungsstätte Victorias Welt, gibt’s auf der entsprechenden Homepage auch viel zu lesen.

Zur Buchbestellung und zur Homepage von Victorias Welt >>

Neulich habe ich so viel über Ängste herumgejammert, da wollte ich heute mal ein Gegengewicht setzen. Heute geht es mir nämlich wieder prächtig. Nein, eigentlich ging es mir besonders gestern abend wunderprächtig, und heute zehre ich noch ein wenig davon. Was war passiert?

Nun, Mittwochs treffe ich mich zur Zeit immer für anderthalb Stunden mit einem guten Freund und künftigen Kooperationspartner in Sachen Marketing-Beratung. Ich glaube, wir werden uns ganz gut ergänzen und können den Unternehmen, die uns dann hoffentlich zahlreich buchen, einen großen Nutzen bringen. Aber das nur am Rande. Gestern also kam das Gespräch aus irgendeinem Grund, ich weiß gar nicht mehr wie, auf meine Coaching-Ausbildung. Ach ja, ich glaube, wir sprachen darüber, dass der kommende Mittwochstermin ausfallen wird, weil ich dann den nächsten Ausbildungsblock habe. Und in diesem Block werde ich mein Live-Coaching absolvieren, das Teil der Ausbildung ist: Eine mir fremde Person kommt mit ihrem Anliegen, und ich werde sie vor der Gruppe und den Ausbildern coachen.

Darüber sprachen wir also, und irgendwie ergab es sich, dass ich anfing, über den guten Grund zu reden. Dass jedes Verhalten, das wir zeigen, einen guten Grund hat. Dass irgendein Teil in uns einen Vorteil davon hat, sich so und nicht anders zu verhalten, selbst wenn unser Verstand sagt, dass das Verhalten doch blöde ist. Selbst wenn das Verhalten sogar tatsächlich blöde ist, objektiv betrachtet. Mein Gegenüber wollte das zunächst mal nicht glauben und kam spontan mit einem typischen Verhalten, an dem er nun wirklich nichts Gutes finden konnte. Und schwupps waren wir mitten drin im Coaching.

Ich merke in solchen Situationen inzwischen, wie ich tatsächlich in einen anderen Modus wechsle, in eine andere Rolle. Als Coach hört man anders zu, stellt andere Fragen und ist auf ganz andere Weise präsent als in einem x-beliebigen Gespräch. Normalerweise wechsle ich nicht ungefragt in den Coach-Modus, denn Coaching ohne Auftrag ist Pfuibäh. Aber in diesem Fall war es ok.

Und tatsächlich dauerte es keine zehn Minuten bis mein Spontan-Coachee dasaß und in seinem Kopf die Dominosteine klackern hörte. Plötzlich passte eins zum anderen, er erkannte ein Grundmuster in seinem Verhalten und wofür es gut ist, und ein Beispiel nach dem anderen fiel ihm dazu ein. Dinge, die er vorher nie in einen Zusammenhang gebracht hatte.

Mir ging es dabei ganz wunderbar. Obwohl ich “arbeitete”, fühlte es sich nicht nach Arbeit an. Ich konnte sehr bewusst beim Prozess bleiben, ließ mich nicht zu sehr ins Thema ziehen, und überhaupt: es war einfach toll.

Hinterher meinte er, dass ich mit der Ausbildung und dem Coaching wohl so ein bisschen “mein Ding” gefunden habe. Ja. Das stimmt. Vielleicht sehe ich es rückblickend mit 70 anders, aber heute denke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Ach ja, und noch eins: Im April 2010 werde ich mit der Ausbildung fertig sein. Bis dahin bin ich glücklich über jede Möglichkeit, zu üben. Kostenlos für Dich, erfahrungsbringend für mich, und im besten Fall bringt es Dich ein Stück weiter. Wenn Du daran Interesse hast, sprich mich bitte an: ggg (ätt) datensphaere (dott) de.

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Die Zeit vergeht wie im Flug, es ist schon wieder Donnerstag. Zeit also, die drei Fragen von Kirstin zu beantworten.

1 . Wonach riecht deine Kindheit?

Puh. Das ist ja mal eine schwere Frage. So ganz pauschal kann ich das nicht beantworten. Es sind nur vereinzelte Gerüche, die mich spontan dahin zurückversetzen, wenn sie mir heute in die Nase geraten. Einer davon ist “Schulranzen, innen”. Beschreiben kann ich den gar nicht, das ist so eine ganz spezielle Mischung aus Plastik, Papier und Buntstiften.

2. Was findest du an dir selbst banal?

Banal? Ach du liebe Güte, Du stellst ja Fragen. Aber gut, schauen wir uns das mal an. Was bedeutet eigentlich banal? Wiktionary listet zwei mögliche Bedeutungen auf:
[1] ohne großen Anspruch
[2] einfach zu bewerkstelligen, auszuführen
Kann man das überhaupt auf Menschen oder deren Eigenschaften beziehen? Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger passend scheint mir “banal” in Verbindung mit einem Menschen. Die Lösung eines Problems kann banal sein. Eine Aufgabe. Ein Gespräch. Aber ein Mensch? Oder dessen Eigenschaften?

Nein, ich beschließe, mich dieser Frage zu verweigern. Menschen, und damit auch ich, sind spannend, einzigartig, manchmal vielleicht langweilig oder blöd, aber an keinem Menschen dieser Welt möchte ich etwas als banal bezeichnen müssen.

3. Welcher Tag der Woche ist dir der liebste?

  • Der Montag, weil da die ganze Woche schön vor mir ausgebreitet liegt, und ich alle Optionen offen habe, was ich mit dieser Woche anfangen will. Siebenen lieben offene Optionen.
  • Der Dienstag, weil wir einmal im Monat Dienstag abends mit sehr guten Freunden zusammen essen.
  • Der Mittwoch, weil er so schön mittendrin liegt – einen Teil der Arbeit habe ich schon geschafft, und ich kann darauf zurückschauen, ein anderer Teil steht mir noch bevor, und ich habe noch genug Zeit, um eventuell Liegengebliebenes aufzuholen.
  • Der Donnerstag, weil einmal im Monat Donnerstags abends die schamanische Jahresgruppe zusammenkommt, und ich endlich mal wieder reise. Allein zu Hause mache ich das viel, viel zu selten. Für mich selbst schon mal gar nicht, wenn überhaupt, dann gehe ich für andere auf Reisen, sozusagen im Auftrag. Aber auch das viel zu selten. Ach ja, und natürlich mag ich den Donnerstag wegen Kirstins Steinchen!
  • Der Freitag, weil ich dann das Wochenende schon riechen und mehr oder weniger zufrieden auf die Ergebnisse der Woche zurückschauen kann.
  • Der Samstag, weil der für den Wohnungsputz da ist. Nicht dass ich gerne putze, das nicht, aber ich mag es sehr, wenn frisch geputzt und aufgeräumt ist.
  • Der Sonntag, weil da mindestens einmal im Monat mein Wandertag stattfindet und ich mit einem Haufen fröhlicher Leute durch die Landschaft marschiere.

Schubs (7)

25.01.2010

Mäßig, aber nicht regelmäßig, möchte ich denn auch mal wieder schubsen. Und aus gegebenem Anlass interessiert es mich, von dir etwas über die Angst zu hören. Kennst du auch solche Angst-Attacken und Panikschübe? Wie gehst du damit um? Wovor hast du Angst, und was ist dein Rezept dagegen, so in der akuten Situation?

messbesteck

Seit Ende Oktober bin ich auf Droge Rattengift Marcumar. Wenn du mich aus meinen anderen Blogs kennst, dann weißt du das ja schon, wenn nicht, dann noch mal in Kurzform: Tiefe Beinvenenthrombose links, fulminante Lungenembolie beidseits, nicht die erste in meinem Leben, Lysetherapie, nach ein paar Tagen wieder aus dem Krankenhaus raus, seitdem Kompressionsstrümpfe und Antikoagulation. Lebenslänglich.

Die meiste Zeit merke ich nichts davon, so im Alltag. Ich muss nicht mehr heulen, wenn ich an die Embolie zurückdenke, kann relativ locker davon erzählen, die Strümpfe kriege ich inzwischen in Nullkommanix angezogen, abends eine kleine Pille, die nach nichts schmeckt, einmal die Woche in den Finger pieksen und Blutgerinnung messen. Alles nicht dramatisch, es hindert mich nichts daran, mein Leben genauso zu leben wie vorher. Und meistens ist es auch genau wie vorher. Nur nicht, wenn die Angst plötzlich zuschlägt.


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